Nochmal schnell die Welt retten...


Wir wollen das Elend der Hunde in Griechanland verringern. Hierbei ist natürlich die Versorgung der Tiere und die Vermittlung in ein neues Zuhause ein wichtiger Bestanteil.

 

Ziel ist aber in erster Linie die Hilfe zur Selbsthilfe.

Man kann nicht von Menschen erwarten, die selbst meist nur das aller nötigste zum Leben haben, dass diese auch noch Straßentiere mit füttern oder gar kastrieren lassen. Auch sind es deswegen keine schlechteren Menschen, die Umstände des Lebens formen einen Menschen.

Keine Frage, ist die Handhabung mit den Tieren häufig auch sehr grausam und für uns nicht nachvollziehbar. Jedoch kann man das nicht abschaffen in dem man versucht, immer wieder Tiere aus dem Land heraus zu „retten“. Hier muss man versuchen neben der Einstellung der Menschen im Umgang mit den Tieren auch eine politische Änderung und deren Umsetzung herbei zu führen.

Was natürlich nicht von heute auf morgen geht, aber man sollte endlich mal an dieser Stelle ansetzen!

Wir legen sehr großen Wert darauf, dass wir nicht wahllos alle Tiere von der Straße holen, sondern uns auf die beschränken, die es wirklich nötig haben und alle anderen auf der Straße versorgen.

Für viele (gerade auch Deutsche, die den Anblick von Streunern nicht gewohnt sind)  ist es kaum nachvollziehbar, dass manche Tiere auf der Straße glücklicher sind. Ist ein Hund zum Beispiel schon auf der Straße geboren, hat sein Rudel und einen Platz zum Schlafen und etwas zu fressen, so macht man ihm beim besten Willen keine Freude, wenn man ihn plötzlich auf einem Grundstück einsperrt oder gar in einem Haus!

Auch setzten wir unsere Priorität nicht darauf einen Hund auf jeden Fall aus dem Land zu schaffen, sondern würden einen geeigneten Platz in Griechenland einem geeigneten Platz in Deutschland vorziehen. Allerdings ist eine Vermittlung innerhalb Griechenlands recht aussichtslos, da jeder Tierfreund schon selbst mindestens einen Straßenhund bei sich aufgenommen hat. So dass eine Vermittlung ins Ausland in den meisten Fällen die einzige Hoffnung für den einstigen Streuner ist.

 

Unsere Philsosophie ist es also sinnvollen Tierschutz zu betreiben und vor allem auf grundlegende Veränderungen hinzuarbeiten. Wir sind uns bewusst darüber, dass das eine große Aufgabe ist und eine sehr langwierige und schwierige Arbeit, in der wohl eher die kleinen Schritte, denn die großen Erfolge gefeiert werden können.

Dennoch kann nur so eine grundlegende Veränderung bewirkt werden. Und wie sagt man so schön:

 

"Jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt."


 

 Ein interessanter Artikel hierzu:

 

Was bewirkt der massenhafte Transport von Auslandstieren nach Deutschland oder anderen Nachbarländer?!

 

Wenn man die Frage stellt: „ was verändert Ihr für die zurückbleibenden Tiere auf längere Sicht?“ Kommt oftmals die Antwort: „ wir können nicht alle retten, aber für die geretteten Tiere, retten wir das ganze Universum.“

 

Diese Antwort stimmt und ist auch gut nachvollziehbar. Jedoch ist damit die Frage leider nicht beantwortet. Für die tausend anderen Tiere ändert sich nichts. Auch werden oftmals mit diesen unüberlegten Rettungsaktionen, noch mehr Leid für die Tiere produziert.

Sei es der Straßenhund der weggefangen wird weil es in Deutschland jemand gibt der genau so einen Hund haben will. Wenn dann noch eine Hündin mit Welpen gefunden wird, na das ist ein Lotto Jackpott. Gerade in den östlichen Ländern wie z. Bsp. Rumänien, Polen usw. sind sehr oft Tiere für Menschen eine Einnahmequelle. Es gibt gerade im Osten sehr viele „Zuchtstationen“ oder besser „Vermehrer“ die mit minimalem Einsatz das maximale aus jedem Hund herausholen. Was dies für die Tiere heißt, kann sich wohl jeder Vorstellen.

Unter anderen werden auch Deutsche Tierhändler mit den Welpen beliefert. Was der Vermehrer im Ausland nicht mehr verkaufen oder zur Zucht nutzen kann, wird ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Meist ist der Aufwand sie in Tierheime, Tötungsstationen oder sonstige Einrichtungen zu gegeben zu umständlich. Diese Händler machen sich keine Gedanken über diese Tiere. Jedoch sind einige Tierschützer dahinter gekommen das Welpen ja recht gut zu vermitteln sind.

Also retten Tierschützer ungewollte oder nicht mehr benötigte Tiere von den dortigen Züchtern. Jeder der nur ein klein wenig über solche Aktionen nachdenkt wird ins grübeln kommen. Ja die ausgesuchten Tiere hatten vielleicht Glück wenn sie an einen Verein gekommen sind, welcher die tierärztlich Versorgung der meist todkranken Tiere tragen kann. Und auch erst nach völliger Genesung nach Deutschland oder ein Nachbarland einführt.

Aber was ändert sich auf längere Sicht mit diesen Rettungsaktionen? Erstmal erleichtern sie den Züchtern oder Vermehrern das Leben, und meist gibt es auch noch Geld für den Züchter.

Es bringt keinem der Tiere auf lange Sicht etwas mit diesen Massentransporten. Es muss vor Ort gearbeitet werden. Mit Kastrationen der Straßentiere und zeitgleich auch in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und Behörden, klar ist auch das es in einigen Ländern sehr korrupt zugeht und erst mal eine Zusammenarbeit überhaupt nicht gewollt oder möglich ist. Auch das ist jedem Bewusst der sich aktiv mit dem Auslandstierschutz vor Ort beschäftigt. Man muss aber dran bleiben und dies Publik machen, trotz vieler mafiöser Strukturen in einigen Ländern.